Digitaler Vertrieb für mehr Erfolg im Maschinenbau - der Turbo für den Vertrieb

Reagiert auf das geänderte Einkaufsverhalten auch im Maschinenbau

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von Günter Heini

17.05.2022

Digitaler Vertrieb

Inhaltsverzeichnis

Digitaler Vertrieb ist die Antwort auf das geänderte Einkaufsverhalten im Maschinenbau

Digitaler Vertrieb ist gekommen, um zu bleiben. In den letzten Jahren haben sich der Vertrieb und der Aufbau von Kundenbeziehungen stark verändert. Wollen Unternehmen für ihre Kunden relevant bleiben, müssen sie auf die Digitalisierung ihres Vertriebs setzen, denn E-Commerce wird immer relevanter. Diese Entwicklung geht vor allem von den Kunden aus. Die Rede ist von der Generation Y, auch Digital Natives genannt. Sie sind mit der sich ständig weiterentwickelnden Technologie aufgewachsen.

>> Lies gerne auch den kompletten Leitfaden wie Maschinenbau-KMU heute digital Kunden gewinnen.

Digitaler Vertrieb 1

Was heißt eigentlich digitaler Vertrieb?

Digitaler Vertrieb bedeutet: Unternehmen nutzen digitale Kanäle & Tools, um ihre Produkte zu vertreiben. Digitale Vertriebskanäle wie Website, Blog, Webshop, Social Media, digitale Vertriebswerkzeuge wie z.B. ein CRM-System.

Warum ist das so wichtig? Weil Kunden von heute im Internet recherchieren, bevor sie kaufen.

Dies erfordert, dass Unternehmen ihre Informationen für neue Interessenten & Kunden im Internet (Website, Blog, Webshop, Social Media) verfügbar machen. Je höher die Informationsqualität und der Expertenstatus, desto mehr Interessenten werden angezogen.

Digitaler Vertrieb: Der große Unterschied - Kunden wollen selbst entscheiden

Im digitalen Zeitalter müssen wir alle immer mehr Informationen aufnehmen und effizienter arbeiten. Deshalb schätzen Kunden zeitliche Flexibilität und suchen die Kommunikation dann, wenn es ihnen passt, und nicht dann, wenn es dem Verkaufspersonal gerade in den Kram passt.

Gleichzeitig wollen Kunden immer weniger warten. Reaktionsgeschwindigkeit ist für sie enorm wichtig. Das „Wann“ selbst bestimmen zu wollen, zeigt sich übrigens in fast allen Lebensbereichen, auch beim Fernsehen, das fast nur noch auf Abruf stattfindet.

Diese Entwicklung beeinflusst den modernen Vertrieb enorm: Kunden bestimmen selbst, wann sie Informationen suchen und wann sie den nächsten Schritt machen - und nicht mehr der Verkäufer.

Konkret bedeutet das: Interessenten einfach anrufen und sagen, ich habe Neuigkeiten funktioniert heute nicht mehr. Der Kunde bestimmt, wann er diese Neuigkeit hören will.

Die Initiative geht vom Kunden aus.

Das stellt Verkäufer im digitalen Vertrieb vor diese Herausforderungen:

  1. Kunden haben weniger Zeit denn je - die Customer Journey muss entsprechend angepasst werden.
  2. Kunden wollen weniger persönlich oder telefonisch beraten werden - andere Beratungsformen sind beliebter
  3. Kunden bevorzugen häufiger digitale Kanäle - z.B. Messenger, E-Mail, Chatbots

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen erfolgreiche Unternehmen auf Customer Centricity im digitalen Vertrieb. Das bedeutet, den Kunden in den Mittelpunkt aller Vertriebsaktivitäten zu stellen und die Vertriebsstrategien konsequent an den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden auszurichten.

Kunden sind heute besser informiert als je zuvor

Typisches Beispiel: Wer sich ein neues Smartphone kaufen möchte, vergleicht Produkttests im Internet. Gleichzeitig holt man sich Meinungen in digitalen Netzwerken oder sozialen Medien ein. Und jetzt halte dich fest: Bain und Company hat in einer Studie zum Verhalten professioneller Einkäufer gezeigt, dass sich dieses Verhalten eins zu eins im B2B-Bereich wiederfindet:

„70 Prozent des B2B-Einkaufsprozesses sind bereits abgeschlossen, wenn Entscheider zum ersten Mal einen Vertriebsmitarbeiter kontaktieren.“

Früher hatte der Vertrieb vor allem die Aufgabe zu beraten, zu informieren und durch einen für Entscheider eher undurchsichtigen Markt zu führen.

Heute läuft das ganz anders. Entscheider recherchieren und informieren sich online so weit, dass sie mit dem Vertrieb auf Augenhöhe sprechen können.

Der Vertrieb ist immer weniger der gute Berater, sondern jetzt geht es um Folgendes:

  1. Vertrauen durch digitale Kommunikation aufbauen
  2. die Beziehung zum Unternehmen durch digitale Kommunikation stärken und bestätigen

Ein praktisches Beispiel für die Anwendung digitaler Vertriebsstrategien ist die Nutzung von virtuellen Vertriebsräumen, in denen Kunden Produkte und Dienstleistungen interaktiv erleben können. Solche innovativen Ansätze ermöglichen es, komplexe Produkte verständlich zu präsentieren und die Kundenbindung zu stärken.

Der dramatische Wandel im Vertrieb

Das Einkaufsverhalten hat sich dramatisch verändert. Früher fuhr ich als Verkaufsingenieur mit dem Produkt/Lösung zum Kunden und er kaufte es. Ganz einfach. Funktioniert heute fast nicht mehr.

Heute geht die Initiative vom Kunden aus. Er fängt an zu suchen, wenn er ein Problem hat und eine Lösung sucht. Er bestimmt, wann und wo er sucht. Er allein.

Für den Vertrieb bedeutet das: Er muss dafür sorgen, dass sein Content gefunden wird, wenn der potenzielle Kunde mit der Online-Suche startet.

Mit welchen Herausforderungen hat der Vertrieb heute zu kämpfen?

5 Herausforderungen:

  1. Mangelndes Know-how im Bereich digitaler Vertrieb
  2. Unsicherheit bei der Auswahl geeigneter digitaler Tools
  3. Schwierigkeiten bei der Anpassung traditioneller Vertriebsstrukturen
  4. Zeitaufwand für die Entwicklung einer digitalen Vertriebsstrategie
  5. Fehlendes Verständnis für die Bedürfnisse digitaler Kunden

Digitaler Vertrieb: Die größte Transformation aller Zeiten

Was erwartet der Kunde von heute?

5 Anforderungen moderner Kunden

Er ist digital: Das bedeutet: Er möchte online Informationen finden und online bestellen können.

Er will es einfach haben: Er möchte einfach und unkompliziert einkaufen, so wie er aus dem privaten Bereich, z. B. bei Amazon kennt.

Er ist anspruchsvoll: Er erwartet schnelle Reaktionszeiten und schnelle Lieferung.

Es soll transparent sein: Preise und Prozesse sollen transparent sein. Er möchte gerne den Status der Bestellung nachverfolgen.

Er will ein Erlebnis: Er erwartet ein tolles Einkaufserlebnis mit viel Komfort.

Genau das erwarten wir im B2C-Geschäft und zunehmend auch im B2B.

Idealer Kunde

Wie kann der Vertrieb auf diese neuen Anforderungen reagieren?

Aus eigener Erfahrung mit Kunden weiß ich, dass manche Unternehmen den Aufwand scheuen, weil sie digitalen Vertrieb gleich mit teuren Lösungen gleichsetzen. Doch viele Vertriebsprozesse lassen sich auch ohne teure Lösungen und den kompletten Umbau der IT-Infrastruktur digitalisieren.

Im Gegenteil: Wer die Digitalisierung im Vertrieb als Chance begreift, ist schon einen ganzen Schritt weiter. Denn er kann kleine Projekten und Maßnahmen beginnen, anstatt von heute auf morgen alles umzukrempeln.

Was klar ist: Zu den Gewinnern zählen Unternehmen, die mit digitalem Vertrieb starten und so Marktanteile hinzugewinnen.

Du hast die Wahl ...

Digitaler Vertrieb: Wo mit der Transformation des Vertriebs beginnen?

Überzeugt, dass digitaler Vertrieb die Zukunft für deinen Vertrieb ist? Prima, dann ist die Frage wie am besten starten. Doch Achtung: Bevor du jetzt komplett neue digitale Vertriebskanäle aufbaust und neue Tools anschaffst, solltest du zunächst eine Bestandsaufnahme machen und dir diese Fragen stellen:

  1. Welche Vertriebswege gibt es bereits in deinem Unternehmen?
  2. Über welche Kanäle kontaktierst du deine Kunden und wie erreichen sie dich bisher?
  3. Sprich mit deinen Vertrieblern: Wie beurteilen sie die bestehenden Abläufe? Was läuft gut, was nicht?
  4. Was wünschen sich deine Kundinnen und Kunden?
  5. Welche Rückmeldungen gibt es vielleicht schon zu deinen Vertriebsaktivitäten?
  6. Vergiss nicht, auch das Marketing mit einzubeziehen. Im Ideal praktiziert ihr bereits Vertriebsmarketing.
  7. Welche Daten gibt es bereits im Unternehmen, die du nutzen kannst, und mit welchen Programmen arbeitet der Vertrieb bisher?

Mit all diesen Informationen kannst du jetzt deine digitale Vertriebsstrategie entwickeln. Konzentriere dich zunächst darauf, deine wichtigsten bestehenden Prozesse zu optimieren und zu digitalisieren.

Das sind die handfesten Vorteile eines digitalen Vertriebs

  1. Der Vertrieb gewinnt bessere Leads.
  2. Dein Angebot erreicht mehr Kundinnen und Kunden in kürzerer Zeit.
  3. Der Vertrieb wird effizienter - das motiviert die Vertriebsmitarbeiter.
  4. Dein Vertrieb wird durch Daten transparenter - das hilft die Vertriebsziele zu erreichen.
  5. Vertriebserfolge sind besser messbar.

Fassen wir noch einmal zusammen

Digitaler Vertrieb ist die Antwort auf das geänderte Einkaufsverhalten im Maschinenbau.

Kunden fordern mehr Kundenorientierung, Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität. Überall dort, wo es für Kunden besonders leicht ist sich zu informieren und zu kaufen, sehen wir schon heute sehr erfolgreiche Geschäftsmodelle.

Maschinenbauer, die hier noch zögern, werden im Wettbewerb zurück fallen. Und andere Maschinenbauer, die mit digitalem Marketing starten, werden an ihnen vorbeiziehen. Digitalisierung wird so zum direkten Wettbewerbsvorteil und digitale Tools wie Customer Journey und Buyer Personas werden unverzichtbar.

Du hast die Wahl. Mit digitalem Vertrieb starten und Marktanteile gewinnen. Wenn DU ja sagst, sollten wir uns unterhalten.

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Günter Heini

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Rene Jung
Günter Heini hat für uns Whitepapers geschrieben, die wir als Leadmagneten einsetzen. Unser Nutzen ist: Erstens versteht er als Maschinenbau-Ingenieur technische Themen und er kann klar und verständlich darüber schreiben. Zweitens versteht er es meisterhaft auch über komplexe Themen verständlich zu schreiben. Außerdem kann er sich aufgrund seiner Vertriebserfahrung gut in unsere Kunden hineindenken.
Rene Jung
René Jung, Leitung Marketing TCI GmbH

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Digitaler Vertrieb im Maschinenbau umfasst alle Online-Maßnahmen, die Interessenten anziehen, bevor der Außendienst aktiv wird: Content Marketing, SEO, LinkedIn-Präsenz und eine verkaufsstarke Website.

67 % der Kaufentscheidung im B2B fällt bereits online – bevor ein Interessent Kontakt aufnimmt. Wer in dieser Phase unsichtbar ist, verliert Aufträge, ohne es zu merken.

Der erste Schritt ist immer die Positionierung: Wer ist die Zielgruppe, welches Problem löst das Unternehmen besser als andere? Danach folgen Website-Optimierung, Content-Aufbau und LinkedIn-Aktivierung.

Die Kosten variieren stark. Ein externer Berater für Strategie und Content kostet typischerweise 1.500–5.000 EUR/Monat. Der ROI liegt erfahrungsgemäß bei einem 3- bis 5-fachen Einsatz innerhalb von 12 Monaten.

Social Selling ist ein Teil des digitalen Vertriebs und bezeichnet den Aufbau von Kundenbeziehungen über LinkedIn. Digitaler Vertrieb ist der übergeordnete Begriff für alle Online-Kanäle.

Ein guter LinkedIn-Berater für Maschinenbau bringt drei Dinge mit: echte Vertriebserfahrung in der Branche, nachweisbare Ergebnisse bei Maschinenbau-Kunden — und eine Methodik, die mit Strategie beginnt, nicht mit Posting-Frequenz.

Viele Berater kennen LinkedIn. Nur wenige kennen den Kaufprozess im Maschinenbau. Der Unterschied zeigt sich schnell: Wer sofort über Content-Pläne spricht, ohne vorher Zielgruppe, Positionierung und Botschaft zu klären, denkt in Aktivität statt in Ergebnis. Ein guter Berater stellt zuerst unbequeme Fragen — zum Beispiel, ob deine Wunschkunden überhaupt auf LinkedIn aktiv sind und welches Problem du für sie löst, das kein Wettbewerber so löst.

Frag konkret nach: Welche messbaren Ergebnisse hat der Berater bei vergleichbaren Maschinenbau-Unternehmen erzielt? Nicht Follower-Zahlen oder Impressionen — sondern qualifizierte Anfragen.

Ein spezialisierter Berater kennt deine Branche, deine Kunden und deinen Kaufprozess — eine Agentur kennt ihre Prozesse. Das klingt nach einem kleinen Unterschied. Im Maschinenbau ist es ein entscheidender.

Agenturen arbeiten mit standardisierten Abläufen: Onboarding, Content-Plan, Reporting. Das funktioniert gut für Produkte, die sich selbst erklären. Für erklärungsbedürftige Maschinen und Anlagen reicht das nicht. Wenn der Texter nicht versteht, was ein Linearantrieb leistet oder warum ein Getriebe in einer Sondermaschine anders dimensioniert wird als im Serienprodukt, entsteht Content, der niemanden überzeugt.

Ein spezialisierter Berater bringt Branchenkenntnis, eigene Vertriebserfahrung und direkte Erreichbarkeit mit. Er denkt in Anfragen, nicht in Kampagnen. Und er arbeitet so lange, bis dein Team eigenständig agieren kann — nicht so lange, bis das Budget aufgebraucht ist.

Für Maschinenbau-KMU mit 20 bis 200 Mitarbeitenden ist ein spezialisierter Berater in der Regel die wirkungsvollere und kostengünstigere Wahl.

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